NEUREGELUNG DER MAKLERPROVISION

WAS ÄNDERT SICH ?


Beauftragt der Verkäufer einen Makler, dann muss er künftig mindestens die Hälfte der Provision zahlen. Das gilt nur, wenn der Makler für den Verkäufer Kaufverträge über ein Einfamilienhaus (auch mit Einliegerwohnung) oder eine Wohnung vermittelt und der Käufer ein Verbraucher ist. Eine mündliche Abrede oder ein Handschlag reichen künftig nicht mehr aus, wenn der Makler den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung an einen Verbraucher vermittelt. Der Maklervertrag bedarf jetzt zukünftig immer der Textform, z.B. per E-Mail, Fax oder auch per SMS oder sonstige Messenger-Dienste wie WhatsApp. . Für den Vertragsschluss in Textform ist der Makler nachweispflichtig. Hat der Makler mit einer Partei vereinbart, dass diese keine Provision zu zahlen hat, kann er auch von der anderen Partei keine Provision verlangen. Wird die Provision bei einer Partei reduziert, reduziert sie sich in gleicher Höhe bei der anderen. Der Käufer ist nur dann zur Zahlung an den Makler verpflichtet, wenn der Verkäufer nachweist, dass er auch tatsächlich seinen Anteil bezahlt hat.




WANN IST DER KÄUFER EIN VERBRAUCHER ?


Die Beurteilung, ob der Käufer tatsächlich ein Verbraucher nach § 13 Bürgerliches Gesetzbuch ist, kann unter Umständen große Schwierigkeiten bereiten. Als Anhaltspunkt gilt: - Erfolgt der Erwerb der Immobilie in der Absicht langfristiger Vermögensanlage oder gar zur Eigennutzung handelt der Käufer als Verbraucher. - Erwirbt der Käufer in kurzfristiger Weiterveräußerungsabsicht kann unternehmerische Tätigkeit vorliegen. Oft ist es schwierig zu beurteilen, ob der Kauf der Immobilie noch zur privaten Vermögensverwaltung zählt oder ob der Kauf als unternehmerische Tätigkeit zu beurteilen ist. Nur im ersten Fall gelten die neuen Regeln zur Verteilung der Maklerprovision.




FÜR WELCHE IMMOBILIEN GILT DIE REGELUNG ?


Die Neuregelung gilt für den Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäuisern. Als Einfamilienhäuser zählen auch Reihenhäuser und Doppelhaushälften. Entscheidend ist, dass das Gebäude in erster Linie den Mitgliedern eines einzelnen Haushaltes zu Wohnzwecken dient. Auch Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnungen fallen unter die neuen Provisionsregeln. Mrhrfamilienhäuser, Baugrundstücke und Gewerbeimmobiline fallen nicht in diese Regelung.